Ausgabe 25/2017 – +25% Kurschance bietet diese Immobilienaktie

Aktie-X Ausgabe 25/2017 – Dienstag, 08. August 2017

Heute lesen Sie:

  • Immobilien-Aktie bietet über +25% Kurspotential
  • Marktkommentar: Platzt die Immobilienblase in Kanada?
  • Neuvorstellung: DEFAMA Deutsche Fachmarkt AG – 5 gute Gründe für diese Immobilienaktie
  • Update MBB SE – Rekordumsatz im 1. Halbjahr – Aktie wieder im Rallymodus
  • Update Vectron Systems AG – Minimale Verzögerungen bei GetHappy bietet erstklassige Nachkaufchance

Marco Messina

Marco Messina

Diese Immobilien-Aktie bietet über +25% Kurspotential bei überschaubarem Risiko

Liebe Leserinnen und Leser,

Immobilien-Aktien hatten in den vergangenen Monaten keinen leichten Stand. Anziehende Renditen, bremsende Nachfragen und weiter steigende Finanzierungskosten sorgten bei Anlegern für Unbehagen. Die teilweise hohen Fremdfinanzierungsanteile einiger Gesellschaften könnten sich bei denen auch schon bald als Bumerang erweisen.

Dennoch gibt es am deutschen Immobilien-Aktienhimmel immer noch interessante Unternehmen, bei denen sich ein Einstieg lohnt. Eine dieser Gesellschaften beobachte ich schon seit dem Börsenlisting vor rund zwölf Monaten.

Mittlerweile hat der Aktienkurs seit dem IPO um mehr als +100% zugelegt. Dennoch dürften nur eingefleischte Börsianer unter Ihnen das Unternehmen auf den Zettel haben, obwohl fünf gute Gründe für einen Kauf der Aktie sprechen. Dieser Nischenplayer darf eigentlich in keinem Basisdepot fehlen.  

Viel Spaß mit meiner heutigen Ausgabe!

Marco Messina
Chefredakteur, Aktie-X

 P.S. Meine nächste Sharedeals Live-Chat-Sprechstunde findet am 9. August 2017 zwischen 10:00 und 11:00 Uhr statt.

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Marktkommentar

Standpunkt 

Implodiert die Immobilienblase in Kanada?

Obwohl ich Ihnen heute eine Immobilienaktie vorstelle, dürfen wir die Augen vor neuerlichen Verwerfungen am Immobilienmarkt nicht verschließen. Als ich noch als Angestellter bei einer Privatbank gearbeitet habe, hatte ich eine wichtige Regel der Geschäftsführung verinnerlicht. Ich solle vieles ausprobieren, dürfe dabei auch Fehler machen aber niemals einen Fehler zweimal. Eigentlich eine Regel, die wir alle im täglichen Leben beherzigen und auch unseren Kinder mit auf dem Weg geben, damit sie immer weiter hinzulernen.

Was für uns im täglichen Leben selbstverständlich erscheint, ist in manchen Bankhäusern  noch immer ein Fremdwort, wie ein Blick nach Italien aber nun auch nach Kanada aufzeigt. Schon seit längerem mehren sich die Anzeichen, dass in Kanada der Anfang vom Ende der dort grassierenden Immobilienblase eingeläutet wurde.

Wenn Sie sehen, wie sorglos in Kanada der Umgang mit Immobilienkrediten gewesen ist, dann fragen Sie sich, ob wir aus der Finanzkrise 2007 und den Börsencrash wirklich nichts gelernt haben. Wobei, wir haben daraus ja unsere Lehren gezogen. Mancher Bankmanager aber anscheinend nicht.

Die Einschläge kommen näher
Im Mai haben wir die ersten ernsthaften Probleme bei einem Tochterunternehmen der Capital Home Group, der Home Trust gesehen. Dort war es nach Gerüchten zu extrem großen Abflüssen auf den hochverzinsten Konten gekommen. Innerhalb eines Monats waren die Einlagen von etwa 2 Milliarden CA$ auf 521 Millionen CA$ zusammengeschmolzen. Nur mit einem kostspieligem Darlehen über 2 Milliarden CA$ von dem Pensionsfonds HOOPP konnte damals der Markt zunächst beruhigt werden.

Aber was sind überhaupt die Gründe dieser neuerlichen Probleme, die wir hier in Deutschland kaum wahrnehmen? Die Hintergründe sind ähnlich wie in 2007 gelagert: Die Immobilienpreise steigen rasant, weil die Banken die Kredite mit vollen Händen rausgeben. In Toronto zahlen Familien derzeit für ein Haus locker 1 Million CA$ und mehr und das mit einem durchschnittlichem Haushaltseinkommen von nur 5.500 CA$. Die grüne Stadt Vancouver am Pazifik ist sogar die dritt-teuerste Immobilienstadt der Welt!

Zu leistenden Zahlungen im Vergleich zum verfügbaren Einkommen in Kanada auf hohem Niveau. Quelle: The Jerome Levy Forecasting Center

Zu leistenden Zahlungen im Vergleich zum verfügbaren Einkommen in Kanada auf hohem Niveau. Quelle: The Jerome Levy Forecasting Center

Aufgrund der robusten Konjunktur und des verbesserten Jobaufbaus hat die kanadische Notenbank nun im Juli erstmals seit 2010 ihren Leitzins um 0,25 auf 0,75 Prozent erhöht, um auch einer Überhitzung des Immobilienmarktes vorzubeugen. Es war die erste Anhebung seit 2010. Ein Platzen der kanadischen Blase ist daher nur noch eine Frage der Zeit. Der jahrelange zu lasche Umgang mit Krediten wird für die kanadischen Banken und Hypothekenfinanzierer irgendwann höchstwahrscheinlich in einer Katastrophe enden. Anders als in Amerika wurde hier nämlich einfach weitergemacht, als habe es 2007 nie gegeben.

Übergreifen des Brandherdes in die USA und Europa eher unwahrscheinlich
Betongold ist in Deutschland nach wie vor heiß begehrt und gerade in Ballungsgebieten wie München, Berlin oder Hamburg explodieren die Preise förmlich. Allerdings kann ich Sie gleich zu Anfang beruhigen, denn dass Geschäft der Immobilienfinanzierung in Kanada unterscheidet sich sehr stark vom amerikanischen oder auch deutschen.

In Kanada benötigen Sie derzeit nur 5% Eigenkapital und bekommen 95% finanziert und die Immobilien dienen als Pfand für den Kredit. Versuchen Sie einmal bei uns mit dieser Eigenkapitalquote ohne passende Einnahmen-/Ausgabenrechnung eine Immobilie zur Eigennutzung zu erwerben. Sie werden mit Sicherheit kein Bankinstitut finden. 20% Eigenkapital verlangen die meisten Banken. Und auch die Prüfung, ob die Darlehen langfristig zurückgezahlt werden können, werden bei uns alleine schon aufgrund der Regularien deutlich strenger vorgenommen.

Schulden pro Haushalt im Vergleich zum verfügbaren Einkommen. Schulden pro Haushalt im Vergleich zum verfügbaren Einkommen. Quelle: The Jerome Levy Forecasting Center

Schulden pro Haushalt im Vergleich zum verfügbaren Einkommen. Quelle: The Jerome Levy Forecasting Center

Unsere Kaufpreise sind hoch, aber sie wachsen stetig mit dem verfügbaren Einkommen und sind nicht mit einer Kreditblase finanziert. Auch in den USA sind die Kreditraten im Verhältnis zum verfügbaren Einkommen seit der letzten Finanzkrise gesunken. Der weltweite Boom des Betongolds ist daher viel substanzieller und nachhaltiger als noch vor 10 Jahren. Sie müssen daher keine Angst haben, dass diese Immobilienblase in Kanada ähnlich wie Lehman Brothers in 2007 der erste Dominostein ist, der fallen wird. Die Spreu hat sich merklich vom Weizen getrennt und gibt es weiterhin attraktive Immobilienunternehmen am Markt, welche die Gewinner von morgen sein können. Eines dieser gut aufgestellten Immobilienunternehmen stelle ich Ihnen heute in meiner Neuvorstellung vor.

Neuvorstellung

DEFAMA Deutsche Fachmarkt AG – 5 gute Gründe für diese Immobilienaktie

DEFAMA Deutsche Fachmarkt AG (WKN: A13SUL) überzeugt derzeit mit starkem Umsatzwachstum und starker Kursperformance. Nischenplayer fährt mangels ernsthaften Konkurrenten hohe Renditen ein.

defamaIn manchen Lagen für Wohn- und Gewerbeimmobilien fahren Investoren derzeit nur noch Renditen von unter zwei Prozent ein. Käufer zahlen in diesen Gegenden bereits über das 30-fache der Nettokaltmieten. Die Spitzenrenditen haben sich zum Ablauf des zweiten Quartals 2017 in allen Assetklassen nicht bewegt und verharren auf ihrem jeweils sehr niedrigen Stand. Mindestens solange Mietpreiswachstum vorhanden bzw. erwartet werden kann und solange das Zinsniveau keine echten Anlagealternativen zulässt, wird auch keine Aufwärtsbewegung der Renditen
stattfinden. Klar, dass die Aktien solcher Unternehmen derzeit nicht wirklich nachhaltig interessant für uns Börsianer sind. Anders verhält es sich bei meiner heutigen Neuvorstellung, der noch relativ jungen DEFAMA Deutsche Fachmarkt AG.

Fünf gute Gründe für ein Investment
Bevor ich Ihnen das Unternehmen und die Organe näher vorstelle, möchte ich Ihnen meine fünf wichtigsten Gründe aufzeigen:

  • Starkes Umsatz- und Ergebniswachstum
  • Gut vernetzte Organe, sowohl im Vorstand als auch im Aufsichtsrat
  • Nahezu konkurrenzloser Nischenplayer ohne Klumpenrisiko
  • Hohes Renditepotential
  • Kurspotenzial durch möglichen Börsensegmentwechsel vorhanden

Nischenplayer nahezu ohne Konkurrenten
DEFAMA ist ein noch junges Immobilien-Unternehmen mit Fokus auf kleine Einzelhandelsobjekte in kleinen und mittleren Städten in Nord- und Ostdeutschland. Obwohl erst im November 2014 gegründet, folgte die Erstnotiz im Freiverkehr der Börse München bereits im Juli 2016 vor fast genau einem Jahr. Die Gesellschaft konzentriert sich ausschließlich auf den Erwerb von Fachmarktzentren, die in jeweiligen Objektgesellschaften zu 100% (in zwei Fällen zu 94%) durch die AG gehalten werden. Trotz der jungen Unternehmenshistorie besteht das Portfolio mittlerweile aus 20 Standorten mit rund 80.000 qm Nutzfläche, die zu 97% vermietet sind. Das Unternehmen ist dank günstiger Kaufpreise, effizienten Verwaltungsstrukturen und flacher Hierarchien hochprofitabel.

Holdingstruktur Mitte des Jahres vor weiteren Zukäufen. Quelle: Unternehmenspräsentation HV 2017

Holdingstruktur Mitte des Jahres vor weiteren Zukäufen. Quelle: Unternehmenspräsentation HV 2017

Wir alle kennen diese kleinen Fachmarktzentren, die normalerweise einen Ankermieter wie ALDI, REWE, NORMA oder EDEKA haben, der die Nahversorgung sicherstellt. In den Zentren tummeln sich dann noch Bäckereien, Kleidungsunternehmen oder Schuhshops. Zu den größten Mietern der Fachmarktzentren der DEFAMA gehören daher unter anderem ALDI, REWE, Netto, RENO, Hammer, LIDL, EDEKA, Deichmann und viele weitere namhafte Unternehmen.

Die Strategie der DEFAMA zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich auf Einzelhandelsobjekte in kleineren und mittleren Städten in der Preisklasse von 1 bis 5 Millionen Euro fokussiert. In diesem Segment gibt es nahezu keine Konkurrenz. Die im Fokus stehenden Objekte sind für die meisten institutionellen Investoren viel zu klein. Ernsthafte Mitbewerber mit ähnlichem Erfahrungsschatz und Track Record sind am Markt kaum zu finden.

Im Einkauf liegt Ihr Gewinn
Sie kennen das, wo kein Wettbewerb vorhanden ist, da gibt es günstige Preise. Während Gewerbeimmobilienfirmen sich bei den Zukäufen neuer Objekte derzeit regelmäßig überbieten und die Renditen so runter gefahren haben, dass ich Tränen in die Augen bekomme, kann der Vorstand der DEFAMA um Mathias Schrade aus dem Vollen schöpfen. Nicht nur, dass dem Unternehmen regelmäßig neue Objekte zum Kauf angeboten werden, die Kaufpreise der bisher erworbenen Objekte sind derzeit nahezu einzigartig günstig und sind für die Aktionäre der maßgebliche Renditetreiber.

Die DEFAMA kauft keine Objekte zum 12 oder 13-fachen oder mehr an sondern konzentriert sich auf Objekte die maximal nur bis zum neunfachen der Jahresnettokaltmiete kosten. Bei solchen Renditen müssen andere Investoren derzeit in Ballungsgebieten hohe Leerstände in Kauf nehmen, aber nicht so bei den Fachmarktzentren in ländlicheren Regionen. Zum Ankaufsprofil passen daher auch nur solche Immobilien, die kaum Leerstand bzw. Investitionsbedarf aufweisen und mindestens zwei bonitätsstarke Ankermieter beinhalten.

Renditestarker Zukauf Anfang 2016. Quelle: Unternehmenspräsentation HV 2017

Renditestarker Zukauf Anfang 2016. Quelle: Unternehmenspräsentation HV 2017

Die Kalkulation ist damit absolut einfach: Geringer Investitionsbedarf bei nahezu sicherer Kalkulation der Mieteinnahmen über einen Zeitraum, in der der Kaufpreis durch die Mieteinahmen nahezu wieder erwirtschaftet wurde. Die Risiken werden bei diesen Investments bewusst klein gehalten! Der Griff zum Telefonhörer und der Anruf beim Netzwerk der bestehenden Mieter hilft bei angebotenen neuen Zentren zu einer schnellen ersten Einschätzung.

Starkes Umsatz- und Ergebniswachstum sorgt für Prognoseanhebung
Im ersten Halbjahr 2017 erzielte die Deutsche Fachmarkt AG bei eine Umsatzsteigerung von 1,45 Millionen Euro auf 2,45 Millionen Euro ein EBITDA in Höhe von 1,58 Millionen Euro (im Vorjahr noch knapp unter 1 Millionen Euro). Das Nettoergebnis betrug nach 393.000 Euro aus dem Vorjahr bereits 592.000 Euro. Dies entspricht einem Gewinn je Aktie in Höhe von 0,17 Euro.

Die für uns Börsianer wichtige Kennzahl Funds From Operations (FFO) lag im 1. Halbjahr 2017 bei rund 1,09 Millionen Euro und erhöhte sich somit um +63% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Kennziffer setzt sich zusammen aus dem Ergebnis nach Steuern zuzüglich Abschreibungen, bereinigt um  Gewinne aus Verkäufen und Entwicklungsprojekten. Die Zahl zeigt, wie viel Cash-Flow im operativen Geschäft erwirtschaftet wird.

Die bisherigen Prognosen für 2017 von einem FFO in Höhe von 2,4 Millionen Euro sowie eines Nettogewinns von rund 1,3 Millionen Euro hat der Vorstand der Gesellschaft daher auch gleich einmal einkassiert und plant nun einen FFO in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro sowie einen Nettogewinn von 1,4 Millionen Euro, das entspricht rund 0,40 Euro je Aktie. Die Dividende für 2017 soll demnach kräftig angehoben werden.

Die Dividendenerhöhung kommt so sicher wie das Amen in der Kirche, schließlich ist Vorstand Schrade mit rund 43% größter Einzelaktionär der Gesellschaft und belohnt sich damit maßgeblich für die hervorragende Arbeit im Unternehmen.

Den Leerstand in den Objekten können Sie an einer Hand abzählen. Mitte des Jahres betrug die Leerstandsquote nur schlappe 3% und das bei Nettokaltmieten in Höhe von rund 5,5 Millionen Euro jährlich und Restlaufzeiten der Mietverträge im Durchschnitt von 4 Jahren.

Bekanntes Management mit großer Markterfahrung sorgt für hohe Transparenz
Obwohl die Gesellschaft derzeit nur im Freiverkehr der Börse München gelistet ist, erfreut sie sich seit der Börsennotiz einer starken Kurssteigerung. Fast 10 Euro mussten Anleger in diesem Jahr bereits auf den Tisch legen, mittlerweile hat sich der Kurs auf knapp unter 9 Euro ermäßigt und bietet ein interessantes Einstiegsniveau. Dass trotz des Marktsegments die Anleger heiß auf diesen Titel sind, liegt insbesondere an den Organen der Gesellschaft sowie der hohen Transparenz, die locker für höhere Börsensegmente ausreicht.

Mit Matthias Schrade als CEO steht nicht nur der größte Aktionär selber im Feuer, er ist auch aufgrund seiner jahrzehntelanger Tätigkeit als Analyst, Mitgründer von GSC Research und Börsenjournalist auf der anderen Seite der Börse tätig gewesen und kennt die Wünsche und Erfordernisse der Börsianer ganz genau. Mit seinem Vorstandkollegen Dr. Carsten Müller, erfahrener Property Manager, Architekt und Projektleiter ergänzt er sich daher auf Vorstandsebene hervorragend. Zur Seite stehen mit Ulrich Rücker (einigen bekannt durch die Rückert Immobilien) sowie Peter Schropp (ehemals Finanzvorstand der VIB Vermögen AG deren Immobilienvermögen während seiner Tätigkeit auf rund 1 Milliarde Euro angewachsen ist) zwei exzellent vernetzte Aufsichtsratsmitglieder zur Seite die über enorme Markt-, Branchen und Objektkenntnisse verfügen. Mehr Qualität für alle Belange finden Sie bei einem so jungen Immobilienunternehmen kaum.

Darüber hinaus veröffentlicht das Unternehmen weit über den Standard des Freiverkehrs Unternehmensdaten, präsentiert sich dem Fachpublikum auf Investmentkonferenzen und sorgt so für ein hohes Maß an Transparenz. Ein Wechsel in ein höheres Börsensegment, zum Beispiel den m:access in München, kann ich mir daher schon in absehbarer Zeit vorstellen. Einzig die sehr kurze Unternehmenshistorie steht dem ggf. noch im Wege. Durch diesen Segmentwechsel dürften auch andere Anleger auf die Papiere hellhörig werden. Mit einem möglichen Zweitlisting in Frankfurt oder Xetra dürfte dann auch die Handelsliquidität in der Aktie schlagartig zunehmen. Nur wenige wissen, dass das Börsensegment m:access in München für ein Duallisting in Frankfurt berechtigt.

Nicht billig aber günstig
Aktuell ist das Unternehmen mit rund 31,75 Millionen Euro Marktkapitalisierung bewertet. Das entspricht dem rund 22,6-fachen des geplanten Nettogewinns, aber nur dem 12,2-fachen des geplanten FFOs. Einige börsennotierte Gewerbeimmobiliengesellschaften werden mit einem höheren Multiple bewertet. Im Vergleich kann die DEFAMA-Aktie daher kurzfristig weiter 15% und mittelfristig bis zu 25% Kursspielraum bieten.

Der Aktienkurs ist daher kein Schnäppchen, dennoch sind die Papiere für mich in langfristiger Hinsicht attraktiv. Die Risiken sind aufgrund des bestehenden Portfolios begrenzt. Die Objekte werden jeweils mit 20% Eigenkapital erworben und in Objektgesellschaften unter die Holding angegliedert. Sollte entgegen der Erwartungen ein Objekt doch mal in eine Schieflage geraten, dann schlägt das nicht auf die AG durch. Die Kassen sind für weitere Zukäufe gut gefüllt. 80% der Nettokaltmieten stammen von bonitätsstarken Filialisten, die Ankermieter haben überdurchschnittliche Laufzeiten und keiner der Filialisten hat einen Mietvertrag der mehr als 10% an den Gesamterträgen ausmacht. Demnach sind keine Klumpenrisiken vorhanden.

Kursrun mit deutschen Fachmarktzentren. Quelle: bigcharts.com

Kursrun mit deutschen Fachmarktzentren. Quelle: bigcharts.com

Mit einem langfristigen Anlagehorizont kaufe ich meine erste Position mit einem Limit von 9,00 Euro am Börsenplatz München für mein Basisdepot. Ich erwarte bei DEFAMA keine schnellen Kursgewinne, sondern kontinuierliches Wachstum des Unternehmens, des Aktienkurses und der Dividende.


Updates

Rekordumsatz im 1. Halbjahr – Aktie wieder im Rallymodus

Die MBB SE (WKN A0ETBQ) hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Rekordumsatz eingefahren. Auch die Töchter Aumann und Delignit profitieren nach extrem starken Halbjahreszahlen. Überschreiten der 100-Euro-Kursmarke wieder im Visir.

MBBDie Halbjahreszahlen der MBB SE konnten mich auf breiter Front überzeugen. Auf Basis der vorläufigen Zahlen konnte der Umsatz um +21,7 Prozent von rund 159,4 Millionen Euro auf einen Rekordwert von 193,9 Millionen Euro gesteigert werden. Das EBITDA konnte überproportional vom Umsatzwachstum profitieren und stieg von 15,6 Millionen Euro um +34,9% auf 21 Millionen Euro.

Trotz des Börsengangs der Aumann AG wurde das Konzernergebnis mit 8,3 Millionen Euro gegenüber 7,2 Millionen Euro im Vorjahreshalbjahr ebenfalls deutlich übertroffen. Das Ergebnis je Aktie belief sich entsprechend auf 1,26 Euro nach 1,09  Euro in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Durch den Börsengang von Aumann konnte die Eigenkapitalquote von 36,9 Prozent auf satte 60,7 Prozent gesteigert werden.

Börsennotierte Tochtergesellschaften steigern Umsatz und Ergebnis ebenfalls deutlich

Die börsennotierte Tochter Delignit AG (ISIN DE000A0MZ4B0) konnte im ersten Halbjahr 2017 den Umsatz von 24,4 Millionen Euro um 11,0 Prozent auf 27,1 Millionen Euro steigern. Das EBITDA verbesserte sich ebenfalls überproportional um 42,3 Prozent von 1,7 Millionen Euro auf 2,5 Millionen Euro.

Die Perle der börsennotierten Inhabergeführten Beteiligungsgesellschaft stand dem nichts nach. Die Aumann AG ISIN: DE000A2DAM03) hat nach vorläufigen Zahlen den Umsatz im ersten Halbjahr 2017 um 35,3 Prozent von 72,4 Millionen Euro auf 98,0 Millionen Euro explodieren lassen. Auch hier konnte das EBIT überproportional um satte 57,3 Prozent von 7,87 Millionen Euro auf 12,3 Millionen Euro gesteigert werden.

Die Auftragsbücher sind bei der Aumann mit 141,7 Millionen Euro prall gefüllt. Sollten sich die Gerüchte bewahrheiten und die EU -trotz Dementis- eine verbindlichen E-Auto Quote ab 2025 einführen, dann dürften die Auftragsbücher auf absehbarer Zeit auch nicht leerer werden. Obwohl die beiden börsennotierte Töchter wahre Kursperlen sind, fühle ich mich bei der Mutter goldrichtig aufgehoben.

Neuer Anlauf auf die 100-Euro-Marke. Quelle: bigcharts.com

Rosige Aussichten für MBB-Aktionäre. Die Beteiligungen wachsen allesamt wie prognostiziert und bieten Phantasie für weitere Kurszuwächse. Die 100-Euro-Kursmarke sollte bald erneut durchbrochen werden. Unser Neueinstieg kam genau zum richtigen Zeitpunkt.

 Vectron Systems –Verzögerungen bei GetHappy bietet Nachkaufchance

Mein Nachkauf bei Vectron Systems (WKN A0KEXC) ist mit meinem 2. Kauflimit geglückt. Der Kursrücksetzer hängt voraussichtlich mit der Verschiebung des Starts der neue Plattform GetHappyauf – voraussichtlich Q1 2018 – zusammen. Nach Ende der Konsolidierungsphase dürfte der Aktienkurs wieder volle Fahrt aufnehmen. 

VectronIn den letzten Tagen haben mich von Ihnen einige E-Mails zu dem Kursverlauf der Vectron Systems AG erreicht. Nach sensationell starken Zahlen und einem Kursrun auf bis zu 38 Euro hat der Kurs mittlerweile auf nur noch 25,50 Euro nachgegeben und mir zum Einstieg mit meiner 2. Tranche verholfen. genau solche Börsenphasen sind der Grund, warum ich niemals alles auf eine Karte setze sondern immer noch Pfeile im Köcher behalte.

Ich danke denen, die wahrscheinlich vor den wichtigsten Monaten der Unternehmensgeschichte ihre Aktien derzeit mit zittrigen Händen auf den Markt schmeißen und ich nochmals günstig nachkaufen konnte. Allerdings möchte ich natürlich nicht außer Acht lassen, dass von der technischen Seite her, die Aktie derzeit etwas angeschlagen ist. Die Leser der ersten Stunde von Ihnen werden jetzt ein deja vu haben, denn genauso war die Situation auch, als ich zum ersten Mal Vectron empfohlen habe. Die hohen Kursgewinne und der nahezu Einbahnstraßenkursverlauf im Anschluss daran ist Ihnen allen bekannt. Vectron gehört für mich derzeit einfach zu den spannendsten Aktien die die Kurszettel zu bieten haben. Der jetzige Kursrückgang aufgrund einer Verschiebung von rund drei Monaten beim Relaunch der neuen App ist ein wahrer Witz, denn jeder weiß nahezu danach was passieren kann.

GetHappy App Feldversuche erfolgreich gestartet
Im aktuell laufenden Quartal werden die Salesmitarbeiter des Brauseriesen Coca-Cola nach und nach in die neue Plattform eingeführt und für die Vertriebsgespräche mit den Gastronomen geschult. Die Kooperationspartner wollen die Plattform Anfang des Jahres 2018 in Deutschland einführen und haben nun noch knapp 5 Monate Zeit so viele Betriebe wie möglich gleich zum Start der neuen Plattform am Bord zu haben. Die neue Plattform wird gleich bei einer hohen Anzahl an Betrieben starten. Die Einarbeitung in das neue System dauert allerdings etwas länger als ursprünglich geplant war. Aber Aktionäre sollten darüber froh sein, dass eine kurze Verzögerung in kauf genommen wird anstatt den Relaunch mit heißer Nadel gestrickt in den Markt drücken will.

Und wer Coca-Cola kennt weiß genau, dass dieses Unternehmen im 4. Quartal mit Santa Claus eine feste Promotionkampagne fährt, die zu keinem anderen Zeitraum stattfinden kann. Die neue Plattform soll breit in den Markt gespült werden und ein fester Bestandteil in der zukünftigen Gastronomie werden. Ein Unternehmen wie Coca-Cola mach das nicht einfach mal eben nebenbei, schließlich sind die Erwartungen an den bald zu nutzenden Daten enorm.

Bei vier festen Promotionkampagnen im Jahr soll es nun im 1. Quartal 2018 soweit sein und Coca-Cola wird bis dahin die Anzahl der teilnehmenden Gastronomiebetriebe nochmals kräftig puschen.

Jüngste Korrektur bietet noch einmal ein unverhofft günstiges Einstiegsniveau. Quelle: Bigcharts.com

Nach dem Kursrutsch ist die Aktie bei den Zukunftsaussichten günstig bewertet. Das Wachstum durch die Systemumstellung der Kassensysteme durch die neue Gesetzeslage ab 2020 wird für ein ordentliches Grundrauschen sorgen. Die Einführung der neuen Plattform macht das Salz in die Suppe. Die Früchte werden aber nicht vor Mitte 2018 zu ernten sein. Ich bleibe langfristig am Bord.  



Übersicht Portfolios und aktuelle Kauf-/Verkaufsaufträge


Offenlegung von Interessenskonflikten & Risikohinweis, Haftungsausschluss

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