23/2019 – Der Startschuss ist gefallen!

Aktie-X Ausgabe 23/2019 – Mittwoch, 26. Juni 2019

Heute lesen Sie:

  • 5G – Der Startschuss ist gefallen!
  • Huawei – Der Bann muss weg: Intel und Qualcomm leisten Lobbyarbeit
  • Qualcomm – Kann sich die Aktie dank dieser Beweise aus dem Würgegriff der FTC befreien?
  • RF Industries – Umsatz und Gewinnanstieg im 2. Quartal
  • wallstreet:online – Erneute Übernahme lässt zum Marktführer aufschließen

Der Startschuss ist gefallen!

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

MM Editorial

Marco Messina

der Mobilfunkstandard LTE (4G) wird ab diesem Jahr in einigen Teilen der Welt vom neueren 5G-Standard abgelöst. Südkorea, die USA und auch China haben den Startschuss gegeben. Hierzulande lässt der Beginn noch etwas auf sich warten. Vor 2020 dürfte sich bei uns gar nichts tun und auch der fertige Ausbau eines flächendeckenden 5G-Netzes dürfte nicht vor 2025 erfolgt sein.

Die 5. Generation des Mobilfunks wird viele neue erweiterte Funktionen bieten, wie zum Beispiel eine deutlich höhere Kapazität, eine drastisch geringere Latenzzeit und eine optimierte Unterstützung für Internet of Things (IoT)-Netze.

Wie Sie wissen, ist Deutschland derzeit im weltweiten Vergleich bezüglich Mobilfunkgeschwindigkeit und –Abdeckung weit abgeschlagen auf einem Platz zwischen vielen Entwicklungsländern. Mit der neuen 5G-Technologie soll sich das nun ändern, versprechen uns die Politiker. Allerdings wiederholten diese gerade die Fehler aus der letzten großen UMTS-Versteigerung.

Am 12. Juni wurde die längste Versteigerung von Frequenzen, die es je gab, nach drei zähen, langen Monaten und fast 500 Auktionsrunden endlich abgeschlossen. Alle vier am Bieterkampf beteiligten Gesellschaften haben Zuschläge für Frequenzen erhalten und gemeinsam rund 6,5 Milliarden Euro in den Hut der Bundesregierung geworfen. Das ist eine stolze Summe, die den Unternehmen erneut nicht zum Ausbau des Netzes zur Verfügung stehen werden. Auch wenn die Bundesregierung nicht müde wird, zu erwähnen, dass der Versteigerungserlös in einen Fonds eingezahlt wird, aus dem Infrastrukturprojekte finanziert werden sollen.

Meine heutige Ausgabe widme ich dem aktuellen Stand im 5G-Wettrennen und wie sich das auf zwei meiner Depotwerte auswirkt.

Herzlichst

Ihr

Marco Messina,

Chefredakteur Aktie-X – In die Zukunft investieren

P.S.: Meine nächste Live Chat-Sprechstunde findet am Freitag, 28. Juni, zwischen 10 und 11 Uhr statt.


Huawei: Der Bann muss weg – Intel und Qualcomm leisten Lobbyarbeit

 

Einer der wichtigsten Akteure für das 5G-Datennetzwerk ist der umstrittene chinesische Huawei-Konzern. Der Bann der US-Regierung soll die Chinesen vom Aufbau einer 5G-Infrastruktur in westlichen Ländern wie Australien, USA & Kanada, aber auch in europäischen Ländern abhalten. Dennoch trifft dieser Bann mehr und mehr vor allem US-Technologiekonzerne.

Der Druck, dem sich der Konzern Huawei wegen des Handelskriegs zwischen China und den USA ausgesetzt sieht, bleibt sehr hoch. Jetzt bekommt man aber von US-Unternehmen stillen Rückenwind. Wichtige Chiphersteller wie Intel und Qualcomm leisten im Hintergrund fleißig Lobbyarbeit, um den Bann von Huawei-Produkten zu beenden oder abzuschwächen. Der Grund: Das chinesische Unternehmen ist einer der größten Kunden. Das könnte einigen US-Konzernen die Bilanz mächtig verhageln und ist auch ein großes Risiko für meine Depotposition Qualcomm.

Die Chiphersteller versuchen den Bann rein auf den Aufbau der 5G-Netze beschränken zu lassen, um weiterhin lohnende Geschäfte mit Huawei tätigen zu können. Immerhin investiert Huawei derzeit rund 70 Milliarden US-Dollar in Bauteile, davon rund ein Siebtel bei US-Technologiefirmen.

So verwundert es mich nicht, dass die großen Chipkonzerne gegenüber der US-Regierung argumentieren, dass Huawei-Produkte wie Smartphones, Computer und Server „allgemein verfügbare“ Bauteile nutzen und es deshalb „unwahrscheinlich ist“, dass diese dasselbe Risiko darstellen wie Technologie für 5G-Netze.

Die Chinesen sind weltweit einer der wichtigsten Player im Ausbau der 5G-Technologie. Obwohl die chinesischen Unternehmen mehr als 30 Prozent der Patente auf 5G-Standards beanspruchen, haben sie ihre führende Position nicht genutzt, um Wettbewerber aus anderen Ländern zu verdrängen, da unter ihnen Konsens besteht, dass die Zukunft von 5G und der Erfolg der nächsten Generation von Telekommunikationstechnologien in der internationalen Zusammenarbeit liegt.

Beeindruckende Zahlen. China wird 5G-Vorreiter. Quelle: Ernst & Young Global Limited

Ericsson und Nokia sind back in business

China Mobil – einer der vier lizenzierten 5G-Betreiber in China – hat kürzlich mit Huawei, ZTE, Ericsson und Nokia einige große Kaufverträge über 5G-Geräte und -Einrichtungen unterzeichnet.

Ja, Sie haben richtig gelesen: Ericsson und vor allem Nokia sind back in business. Erstaunlich, dass sich die Finnen nun zum x-ten Mal neu erfinden. Sie spielen im 5G-Sektor eine gewichtige Rolle. So gewichtig, dass ich in meiner Ausgabe in der kommenden Woche ein Nokia Special für Sie vorbereitet habe.

Huawei wird etwa 50 Prozent der 5G-Geräte für China Mobile bereitstellen. ZTE, ein weiteres chinesisches Unternehmen, weniger als 5 Prozent, und Ericsson und Nokia zusammen mehr als 40 Prozent.

Dass Ericsson und Nokia zu Lieferanten von 5G-Geräten für den chinesischen Markt werden, ist bemerkenswert. Es zeigt, dass China trotz Huaweis führender Position in diesem Bereich seine Tür für andere 5G-Geräteanbieter aus der ganzen Welt geöffnet hat. In diese Tür sind die listigen Finnen exzellent reingestoßen.

Und der Markt ist, nachdem der Startschuss gefallen ist, riesig. Ein groß angelegter 5G-Infrastrukturaufbau wird das Land erobern. Es wird geschätzt, dass sich die Gesamtinvestitionen für 5G in China von rund 17,5 Milliarden Yuan (das sind rund 2,5 Milliarden US-Dollar) in den kommenden fünf Jahren auf 221,65 Milliarden Yuan mehr als verdreizehnfachen!

Voll im Plan. Chinas Regierung macht ernst. Quelle: Ernst & Young Global Limited

Das ist umso bemerkenswerter, als die Wirtschaftsleistung, die die kommerzielle Nutzung von 5G in den Jahren 2020 bis 2025 direkt bewirken wird, auf insgesamt 10,6 Billionen Yuan geschätzt wird!

Während in Asien und in den USA Politik und Unternehmen ernst machen, befinden wir uns in Deutschland wieder im Dornröschenschlaf. Erste 5G-Netze werden wohl erst in 2020 bereitstehen. Aber wenn Sie glauben, dass Sie dann schon ordentlich loslegen können, haben Sie sich geschnitten. Anfangs wird der schnellere Mobilfunk aber wahrscheinlich nur spärlich in wenigen Ballungsgebieten wie Berlin, Düsseldorf/Köln/Bonn und Frankfurt ausgebaut sein. Denn die Kosten für die Basisstationen sind äußerst hoch. Die 6,5 Milliarden Euro nur für die Frequenzblöcke fehlen den Netzbetreibern vorne und hinten.

Wenn wir jetzt nicht aufpassen, überholen uns andere Nationen wirtschaftlich rechts und links. Das wäre fatal!


Qualcomm: Kann sich die Aktie dank dieser Beweise aus dem Würgegriff der FTC befreien?

 

Lange war es sehr ruhig um einen wichtigen Profiteur des 5G-Technologieausbaus: Qualcomm (WKN: 883121 / ISIN: US7475251036). 

Die U.S. Federal Trade Commission, kurz FTC, lässt nicht locker und quält Qualcomm-Aktionäre weiter. Letzte Woche Donnerstag hat die FTC gegen einen wichtigen Schritt des Mobilfunkanbieters Einspruch erhoben. Qualcomm möchte zur eigenen Verteidigung interne Apple Dokumente im Kampf gegen die Durchsetzung eines Kartellurteils vom Mai in den Prozess einführen.

Am Dienstag letzte Woche reichte Qualcomm diese Dokumente bei der US-Bezirksrichterin Lucy Koh ein. In den Folien aus internen Apple-Präsentationen skizzierte der iPhone-Macher die Ziele „Create Leverage by Building Pressure“ und „Hurt Qualcomm Financially“.

Die Folien waren Teil der Eröffnungsrede im separaten Zivilprozess von Qualcomm gegen Apple im April, wo sich beide Parteien dann überraschend gleich zu Beginn außergerichtlich geeinigt haben.

Diese Dokumente wurden aber nie während des früheren Prozesses von Qualcomm mit der FTC eingereicht. Wenn US-Bezirksrichterin Koh sie akzeptiert, würden sie Teil des Aktenverzeichnisses werden, das die Obergerichte überprüfen, wenn Qualcomm anschließend Berufung einlegt.

Die Folien dienten für Qualcomm als Eröffnungsargumente im Apple-Prozess, in dem das Unternehmen skizzierte, was seine Anwälte als eine gezielte Kampagne von Apple bezeichneten, um das Patentlizenzmodell von Qualcomm anzugreifen. Die Folien thematisieren, wie man die Art der von Qualcomm gehaltenen Patente „abwerten“ und „Apples Nettolizenzgebühr auf Qualcomm reduzieren“ kann.

Die Folien könnten Qualcomms Trumpf im Rechtsstreit mit der FTC sein, die dann auch gleich die Einreichung der Folien als „unangemessen, unfair und nachteilig“ diskreditierte.

Der Kampf von Qualcomm mit dem Ziel, dass das Urteil von Koh so schnell wie möglich eingefroren wird, hat einen einfachen, aber kostspieligen Grund. Die Patentgebühren von mehreren US-Dollar pro Telefon reduzieren sich und laufende Lizenzverhandlungen wie mit dem Smartphone-Hersteller LG Electronics gestalten sich schwierig. So liefert Qualcomm derzeit Chips, ohne dass LG überhaupt eine gültige Lizenz besitzt.

Mit Hilfe eines End-to-End-Technologie-Ansatzes weiterhin in Pole Position

Obwohl seine mobilen Prozessoren und Modems immer mehr Beachtung finden, gewinnt das Geschäft mit Hochfrequenz-Chips (HF) allmählich an Fahrt, auch dank einer starken 5G-Position.

Im vergangenen Sommer stellte Qualcomm ein Paar 5 G RF-Modulfamilien vor – eine für konventionellere Sub-6 Ghz Frequenzbänder und eine weitere für hochfrequente Millimeterwellenbänder (mmWave), die eine begrenzte Reichweite haben, aber sehr hohe Upload- und Download-Geschwindigkeiten unterstützen können. Im Februar dieses Jahres präsentierte das Unternehmen zusammen mit einem 5G-Modem der zweiten Generation, bekannt als Snapdragon X55, ein Antennenmodul der zweiten Generation, mmWave, und eine Reihe neuer HF-Produkte für Sub-6 GHz Bänder.

Qualcomms Antennenmodul „QTM525 mmWave“. Quelle: Qualcomm Webseite

Von allen Indikationen her war die Design-Win-Aktivität für die Produkte ziemlich stark. Im Januar sagte Qualcomm auf der CES-Messe in Barcelona, dass von den mehr als 30 5G-Geräten, die 2019 auf den Markt kommen und Qualcomms Snapdragon 855-Prozessor und das X50-Modem enthalten, fast alle die RF-Frontend-Produkte (RFFE) nutzen werden. Und da beide voraussichtlich Ende 2019 in kommerziellen Geräten ankommen werden, wäre es nicht verwunderlich, wenn die im Februar angekündigten HF-Produkte in vielen Geräten mit Snapdragon X55 Einsatz finden würden.

Ein Smart Cell, wie diese für 5G-Netze benötigt werden, mit HF-Koaxialkabelbaugruppen von RF Industries. Quelle: RF Industries Webseite

Zu den Sub-6 GHz Frequenzbändern, die Qualcomm im Februar präsentierte, gehört der QET6100, ein Chip, der als erste Umschlaglösung für 5G-Funkgeräte erklärt wurde, die 100 MHz-Spektralkanäle unterstützen können. Durch die dynamische Anpassung der Spannung der HF-Leistungsverstärker eines Telefons (eine der leistungsintensivsten Komponenten innerhalb eines Telefons), um sicherzustellen, dass sie mit maximaler Effizienz betrieben werden, können Hüllkurvenverfolger die Akkulaufzeit eines Telefons erheblich verbessern. Etwas, was für uns Verbraucher sicherlich ein wichtiger Aspekt beim Kauf der neuen 5G-Smartphones sein wird.

HF-Frontends machen durchschnittlich etwa ein Drittel des Stromverbrauchs eines Telefons aus. „Premium 5G“-Geräte, die auf Hüllkurvenverfolgung setzen, sehen bis zu 50% weniger HF-Strom im Vergleich zu Geräten, die auf herkömmliche Lösungen zur durchschnittlichen Leistungsverfolgung zurückgreifen.

Qualcomm-Chef Samir Khazaka wird damit zitiert, dass seiner Meinung nach der 5G-Kuvert-Tracker zu den Technologien gehört, die durch die Bemühungen seines Unternehmens ermöglicht wurden, End-to-End 5G-Lösungen zu entwickeln, die sich vom Modem eines Telefons bis zur Antenne erstrecken. Qualcomm argumentiert seit geraumer Zeit, dass seine einzigartige Fähigkeit, solche End-to-End-Angebote anzubieten, bei denen die Software und Netzwerkintelligenz eines Modems dazu beitragen kann, die Funktionsweise des RF-Frontends zu optimieren, eine wichtige Wettbewerbsstärke für sein RF-Chip-Geschäft beim Rollout von 5G-Netzwerken sein wird.

Der 5G RF-Chip-Markt hat mehrere Gewinner. Skyworks, Qorvo und Broadcom sollten auch ihren Anteil an den Chancen in diesem Markt haben. Das sollte dazu beitragen, die Größe des gesamten Smartphone-RF-Chip-Marktes sinnvoll zu vergrößern. Man kann also gerne unter Gesichtspunkten der Risikominimierung auch auf mehrere Pferde setzen.

Was Qualcomm jedoch über seine bisherige 5G-Design-Win-Aktivität berichtet hat, deutet darauf hin, dass das Unternehmen bereit ist, den Anteil des RF-Frontends zu erhöhen, da sich die 5G-Handys, die sich noch in einem sehr frühen Stadium der Einführung befinden, vermehren. Und die Details, die Qualcomm darüber berichtet, wie seine 5G RF-Angebote differenziert sind, deuten auch darauf.

Fazit

Das Auf und Ab bei Qualcomm kann leider noch etwas andauern. Der Aktienkurs verschnauft gerade auf hohem Niveau. Nachdem Präsident Trump der geplanten Übernahme durch Broadcom in die Parade gefahren ist, dürfte er kein Interesse an einem schwachen Unternehmen haben. Dies sollte im Kurs mit berücksichtigt werden. Ich bleibe nah am Ball, um schnell bei Aufziehen schwarzer Wolken reagieren zu können.


RF Industries: Umsatz- und Gewinnanstieg im 2. Quartal

 

Die in der Sonnenstadt San Diego ansässige RF Industries (WKN: 924447 / ISIN: US7495521053) vermeldete vor Kurzem tolle Quartalszahlen, die die Märkte positiv überraschten. RF Industries produziert, entwirft und vertreibt Hochfrequenz-Steckverbinder und Kabelbaugruppen, medizinische Verkabelungsprodukte, drahtlose RF-Produkte und Glasfaserkabelprodukte und hat im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 13,6 Millionen US-Dollar eingefahren.

Das ist ein solides Umsatzwachstum und vor allem sind die Steigerungen in beiden Geschäftssegmenten gegenüber dem Vorquartal erfolgt. Dieses Quartalsergebnis beinhaltet sowohl organisches Wachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich als auch anorganisches Wachstum aus den jüngsten Akquisitionen. Darüber hinaus stieg der Reingewinn gegenüber dem Vorquartal um über satte +66% an, was eine Verbesserung in Effizienzfragen und beim Kostenmanagement widerspiegelt. Das Unternehmen zeigt eindrucksvoll seine Fähigkeit auf, bei unterschiedlichen Umsatzniveaus profitabel zu wirtschaften. So berichtete RF Industries einen Nettogewinn in Höhe von 1,1 Millionen US-Dollar oder 0,11 US-Dollar pro Aktie.

Obwohl der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal von 20,5 Millionen US-Dollar deutlich zurückgegangen ist, ist diese Umsatzgröße eindrucksvoll. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist nämlich auf die größte Auftragsreihe in der Firmengeschichte zurückzuführen. So etwas lässt sich nicht einfach wiederholen. Gegenüber dem ersten Quartal bedeuten die 13,6 Millionen US-Dollar einen Anstieg von 28%.

RF Industries bekräftigt bei dieser Gelegenheit, dass es weiterhin Chancen im Tier-1-Funk-Carrier-Ökosystem sieht und das Geschäft der Vertriebskanäle steigern zu wollen. Gleichzeitig sollen die OEM-Segmente (Original Equipment Manufacturer) weiter ausgebaut werden. Daher sollten im laufenden dritten Quartal – sofern die langfristigen Wachstumspläne weiter umgesetzt werden – im Vergleich zum Vorjahr weitere Umsatz- und Gewinnanstiege erzielt werden können.

Fazit

Die Geschäfte laufen rund und schon bald dürfte durch die 5G-Technologie eine Art Sonderkonjunktur angekurbelt werden. Bitte bleiben Sie in der Aktie investiert. Der Aktienkurs sollte sich jetzt stetig erholen.


wallstreet:online AG: Erneute Übernahme lässt zum Marktführer aufschließen

 

Die wallstreet:online AG (WKN: A2GS60 / ISIN: DE000A2GS609) übernimmt für 7,5 Millionen Euro das in der Finanzbranche sehr bekannte Finanzportal ARIVA.de und schließt mit diesem erneuten Zukauf zum Marktführer auf.

Die wallstreet:online AG breitet sich immer weiter aus und hat nach der Akquisition von Finanznachrichten.de ein reichweitenstarkes und bekanntes Portal neu im Portfolio. Durch die Übernahme von ARIVA.DE mit monatlich mehr als 48 Millionen Page Impressions (PI) und 8 Millionen Umsatz p.a. erhöht die WSO ihre Reichweite auf mehr als 165 Millionen PIs.

Es gibt einen weiteren hochinteressanten Aspekt bei dieser Übernahme, da die Ariva-Tochtergesellschaft ZV Zertifikate Verlag GmbH mit übernommen wird und Ariva bekanntlich ein führender Anbieter für Finanzdaten und Softwarelösungen für Finanzinstitute ist. Zu den Kunden gehören die UBS AG, die Deutsche Börse Group und Six Financial Information. In Kombination mit der Beteiligung an FondsDISCOUNT.de, dem größten bankenunabhängigen Online-Discount-Anlagevermittler in Deutschland, könnte hier ein langfristig ertragsstarkes Geschäftsfeld aufgebaut werden.

Der Vorstand von w:o wird im Rahmen des Vollzugs des Anteilserwerbs eine gegebenenfalls notwendige Anpassung der Unternehmensplanung sowie eine mögliche Auswirkung auf die Ergebnisprognose prüfen. In meinen Augen dürfte die längst überfällig sein und wird den Schätzungen von Hauck & Aufhäuser näher kommen.

Direkt aus der Infomaske von WSO kann jetzt der Kauf oder Verkauf erfolgen. Quelle: Eigener Screenshot wallstreet-online.de

Völlig geräuschlos ist neben den Verhandlungen zu dieser Übernahme auch die Einbindung des wichtigen Brokertools gelungen. User von wallstreet-online können jetzt direkt aus den Informationsseiten oder Diskussionen zu einem Unternehmen zu den wichtigsten Brokern weitergeleitet werden.

Fazit

Neben dem attraktiven Portal-Geschäft erweitert die w:o-Gruppe mit der jüngsten Akquisition auch das Geschäftsmodell um regulatorische Dienstleistungen. Dieses zeichnet sich durch stabilere Erträge aus als im IR-Geschäft. Alle Zeichen stehen auf Wachstum. Die Aktie sollte weiter haussieren.


Übersicht Portfolios und aktuelle Kauf- und Verkaufsaufträge

 


Offenlegung von Interessenkonflikten, Risikohinweis & Haftungsausschluss

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