36/2019 – Cannabisaktien kollabieren, aber hier fällt heute der Startschuss!

Aktie-X Ausgabe 36/2019 – Mittwoch, 16. Oktober 2019

Heute lesen Sie:

  • Cannabis-Roundup – Cannabisaktien kollabieren, aber hier fällt heute der Startschuss!
  • Gravity Co. – Wegen dieser Catalysts ist die Aktie jetzt interessant
  • Activision Blizzard – Gravierende Kursauswirkung der Hongkong-Proteste

Cannabisaktien kollabieren – das können Sie jetzt tun!

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

MM Editorial

Marco Messina

am 17. Oktober letzten Jahres, nach 100 Jahren des Verbots, legalisierte Kanada die Cannabisindustrie. Jetzt ist es eine Multi-Milliarden-Dollar-Branche, die Tausende von Menschen beschäftigt. Aber der Weg vom Schwarzmarkt war und ist auch heute nicht immer reibungslos. Das erleben wir gerade an den Börsenmärkten, wo wie bei jeder neuen Industrie die überzogenen Hoffnungen platzen wie ein Luftballon an der Kerzenflamme. Die Stimmung bei Investoren in Cannabisaktien könnte schlechter kaum sein. Aber es ist erst der Anfang der Reise vom Schwarzmarkt zum „Cannabis 3.0“. Denn langfristig wird dieser Industriezweig ein wichtiger Wachstumsmarkt werden. Vorerst muss noch die Spreu vom Weizen, oder besser gesagt vom Hanfblatt, getrennt werden.

In den Phasen 1.0 und 2.0 haben wir jeweils mit dem Oktober beginnend Rallyes bei Cannabisaktien gesehen. Derzeit taumeln aber viele Werte nahe ihrer Jahrestiefststände. Könnte allen Unkenrufen zum Trotz jetzt auf den Tiefstständen die 3. Welle anlaufen?

Halten Sie vorerst die „Füße still“. Derzeit können Sie woanders die Ernte einfahren, während viele verunsicherte Anleger sich mit dem Griff ins fallende Messer blutige Nasen holen. Es gibt momentan einen anderen Sektor, der viel höhere Chancen auf nachhaltige Kursgewinne aufzeigt und immer mehr in den Fokus der Investoren kommt.

Hier sehe ich derzeit die Möglichkeit, in der derzeit unruhigen Börsenphase Gewinne einzufahren.

Dazu habe ich Ihnen in dieser Ausgabe eine sehr lukrative Gewinnidee aus Südkorea mitgebracht.

Aber lassen Sie mich noch kurz auf die Cannabisaktien zu sprechen kommen, bevor ich Ihnen meinen neuen Tipp vorstelle.

Alte Bekannte, mit denen wir bereits in 2018 hohe Gewinne eingefahren haben, taumeln derzeit beachtlich. Da wir in der zweiten Oktoberhälfte sind, gibt es viele Cannabisaktien, die auf meiner Beobachtungsliste stehen geblieben sind. Diese Unternehmen setzen ihre Bemühungen fort, die innovativste Marihuana-Aktie auf dem Markt zu sein. Bei so viel Wettbewerb zwischen bestimmten Pot-Aktien kann es schwierig sein, herauszufinden, welche Unternehmen es wert sind, im Auge behalten zu werden. Eine der besten Möglichkeiten, dies zu lösen, ist der Einsatz von strategischem Research für viele verschiedene Cannabisaktien.

Innerhalb des Marihuanasektors gibt es mehrere verschiedene Subsegmente, die alle unterschiedliche Vorteile für uns Investoren haben. Diese können von Wertpapierfirmen bis hin zu Geldtransportdiensten reichen.

Mit The Hydropothecary Corp. (ISIN: CA44903W1059) haben wir in 2018 +68,4% Gewinn realisiert. Bei unserer Position Village Farms (CA92707Y1088) haben wir unseren Einsatz herausgeholt und lassen nur noch unsere risikolose Position laufen, mit der wir derzeit trotz der Turbulenzen immer noch über +100% Gewinn auf der Habenseite stehen haben. Bei The Green Organic Dutchman (CA3932102088) wurden wir in 2018 nach zwischenzeitlichen Kurszuwächsen von über +60% letztendlich bei +9,1% ausgestoppt. Mittlerweile steht die Aktie auf einem Kursniveau, bei dem Investoren vor Jahren vorbörslich einsteigen konnten.

Während Village Farms sich frisches Geld nur unter dem aktuellen Börsenkurs besorgen konnten, plagt VFF und TGOD – aber nicht nur die – eine große Verunsicherung im Markt. Die beiden Unternehmen stehen hierfür exemplarisch, da Missmanagement, nicht eingehaltene Zeitpläne und fehlerhafte Kalkulationen bei der Entwicklung der Verkaufspreise die Businesspläne in sich zusammenfallen lassen.

Nachdem die Banken und Broker zuvor ihre Kursziele exorbitant hochschraubten, dreht sich das Hamsterrad nun in die andere Richtung. Die Kursziele wurden bei TGOD auf nur noch 0,7 CA$ und bei HEXO auf 4 CA$ reduziert.

Diese beiden Unternehmen stehen nur beispielhaft für die gesamte Phase 2.0 des noch jungen kanadischen Industriezweigs. Deswegen dürfen Sie derzeit diese Werte zunächst nur auf die Watchlist nehmen – aber nicht abschreiben. In wenigen Jahren dürfte das Angebot die Nachfrage übersteigen und die Verkaufspreise in den meisten Kalkulationen angepasst werden.

Der amerikanische Markt hingegen kalkuliert von Anfang an mit realistischeren Verkaufspreisen und steht erst am Anfang der landesweiten Ausbreitung. Aktien, die hier ihren Fokus haben, dürften sich vom allgemeinen Negativtrend abkoppeln.

In dieser Marktbereinigung bieten sich aber immer wieder Chancen, so wie zur „Neuen Markt“-Zeit, als Sie eine 1&1- oder eine Amazon-Aktie spottbillig nachgeschmissen bekommen haben, bevor es in die 3.0 Phase ging.

Wo Sie derzeit außerhalb des Cannabissektors interessante Gewinnideen finden, lesen Sie jetzt. Dort spielt die Musik. Anstatt sich auf einem Feld zu tummeln, wo derzeit die negativen Überraschungen einschlagen wie eine Bombe, müssen Sie sich jetzt auf die Segmente im Markt konzentrieren, die viel eher Gewinne versprechen.

Ihr

Marco Messina,

Chefredakteur Aktie-X – In die Zukunft investieren

P.S.: Meine Live-Chat-Sprechstunde findet am Freitag, 18. Oktober zwischen 10 und 11 Uhr statt.


Gravity Co.: Wegen dieser Catalysts ist die Aktie jetzt interessant!

 

Eine dieser Aktien ist ein bei uns nahezu unbekanntes Unternehmen aus dem Boomsektor schlechthin, dass im letzten Jahr Umsatz und Gewinn um deutlich über +100 % steigern konnte. Mehrere Catalysts stehen in den kommenden Monaten vor der Tür und dürften dem bislang starkem Wachstum neuen Schub geben.

Gravity Co., Ltd. (WKN: A14SPA | ISIN: US38911N2062) ist ein global führendes Videospielunternehmen aus Südkorea, das hauptsächlich für die Entwicklung des Massively Multiplayer Online-Rollenspiels (MMORPG) „Ragnarok Online“ bekannt ist. Das von der Tochtergesellschaft Gravity Interactive, Inc. produzierte Spiel hat mittlerweile weltweit über 24 Millionen Spieler.

Umfangreiches Game-Portfolio mit hohen Wachstumsraten. Quelle: IR Unternehmenspräsentation

Der in Südkorea ansässige Videospielverlag Gravity beeindruckte die Anleger bis Mai diesen Jahres mit seinem beschleunigten Gewinnwachstum. Gravity-Aktien erreichten ein Allzeithoch, nachdem das Unternehmen besser als erwartete Ergebnisse zum ersten Quartal veröffentlicht hatte.

Mittlerweile ist der Aktienkurs aber deutlich zurückgekommen und bietet Anlegern ein günstiges Einstiegsniveau, da viele Katalysatoren in den kommenden Wochen anstehen.

Diese Catalysts stehen kurz bevor

Gravitys Präsentation auf der Gamescom im August diesen Jahres in Köln erregte das Interesse von Medien und Spielefanatikern. Die Börsianer hatten in der Zeit aber kaum ein Auge auf diese Aktie. Das Franchise „Ragnarok M: Eternal Love“ ist weltweit bereits über 24 Millionen Mal heruntergeladen worden und nun soll auch heute in Europa der Start erfolgen. Da Europa den weltweit drittgrößten Spielemarkt bietet, wird das Spiel gleich in sieben Sprachen in Europa veröffentlicht und soll zum starken Umsatzwachstum von Anfang an beitragen.

Ragnarok M: Eternal Love wurde ursprünglich 2017 hauptsächlich in Asien (China, Taiwan, Hong Kong und Macau) gestartet. In 2018 folgten dann die Spielemärkte in Südkorea und Südostasien, bevor das Spiel in diesem Jahr in Nord- und Südamerika veröffentlicht wurde und nun auch Europa ab heute beglücken wird. Seit März 2019 ist das Spiel mehr als 24 Millionen Mal heruntergeladen worden und ist ohne Berücksichtigung von dem Launch heute in Europa bereits in mehr als 70 Ländern verfügbar gewesen. Bis gestern waren alleine in Deutschland über 800.000 (!) Vorregistrierungen vermerkt.

Darüber hinaus könnte eine Reihe von weiteren Spiele-Veröffentlichungen bis zum Jahresende die aktuelle Geschichte des Umsatzrückgangs in Q2 2019 in Vergessenheit geraten lassen.

Knüpfen Q3 und Q4 2019 an das starke Wachstum des letzten Jahres an? Quelle: IR Unternehmenspräsentation

Ragnarok Online wurde in Europa bereits am 4. September neu gestartet und dürfte sich auf die Q3- und Q4-Zahlen auswirken. Dazu kommt die Veröffentlichung von „First Love“ Anfang 2020.

Bei knapp über 230 Millionen US$ Marktkapitalisierung hat das Unternehmen derzeit keine langfristigen Verbindlichkeiten und netto Cash knapp 93 Millionen US$ in der Kasse.

Mit mindestens 4 Markteinführungen im vierten Quartal kommen nun weitere Booster hinzu, die das Umsatz- und Ertragswachstum weiter forcieren sollten. Da keine langfristigen Schulden vorhanden sind, dürfte die Cashposition bei erfolgreichem Verlauf der Neuerscheinungen weiter anwachsen und der Aktienkurs seine Höchstkurse aus diesem Jahr wieder erreichen können. Auch ein Aktienrückkauf ist eine Option, die ich mir sehr gut vorstellen kann, da die Aktie derzeit nach dem Japan-Release deutlich überverkauft zu sein scheint.

Als Risiko sehe ich an, dass das Management das Cash in sinnlose Zukäufe verplempern könnte oder Eternal Love bis 2020 floppt. Mit der derzeitigen Finanzausstattung ist der Kurs nach unten gut abgesichert. In den letzten Jahren zog die Aktie mit Beginn des Oktobers jeweils um mehrere Hundert Prozent an. Dies könnte auch jetzt wieder der Fall sein.

Folgt nun der vierte Startschuss für eine fulminante Kursexplosion im Oktober? Quelle: stockcharts.com

Fazit

Das Chance-/Risikoverhältnis bei Gravity ist derzeit extrem lukrativ. Nachdem die Aktie nach schwächeren Q2-Zahlen stark korrigiert hat, könnten die nächsten Monate für Aktionäre wieder große Freude bereiten. Bitte limitieren Sie Ihren Kauf bei 33 US$.


Activision Blizzard: Gravierende Kursauswirkung der Hongkong-Proteste

 

Aktuell müssen wir leider aufgrund der ausufernden Proteste ganz genau auf unsere Position in Aktien von Activision Blizzard (WKN: A0Q4K4 | ISIN: US00507V1098) achten. Das Unternehmen sieht sich gerade einem großen Shitstorm ausgesetzt. Viele Spieler deaktivieren oder kündigen gerade ihre Accounts, was fatale finanzielle Folgen haben könnte, sofern sich die Lage nicht beruhigt.

Was ist passiert?

Activision Blizzard hat den bekannten professionellen Gamer NG „Blitzchung“ Wai Chung für ein Jahr aus der E-Sports-Liga gekickt und ihm die kompletten Preisgelder gestrichen. Diese Strafe wurde nach starken Protesten auf 6 Monate unter Beibehaltung der Preisgelder abgemildert. Aber das Desaster ist perfekt.

Grund hierfür war ein politisches Statement in einem Livestream, als Blitzchung den Demonstranten in Hong Kong seine Solidarität mitteilte. Mit „Befreit Hongkong – Es ist Zeit für eine Revolution“ sorgte er für einen Eklat bei den Blizzard-Managern. Schließlich gehört China zum wichtigsten Absatzmarkt. Die antichinesischen Demonstrationen durch eGamer auch noch unterstützen zu lassen, konnte das Unternehmen nicht gutheißen.

Weltweit kündigten Gamer unter dem Hashtag #BoycottBlizzard öffentlichkeitswirksam ihre Konten bzw. lassen die derzeit ruhen. Nach ersten Schätzungen sollen im wichtigen Mobilsektor die Umsätze um knapp 1/5 zurückgegangen sein. Mittlerweile soll sich das Geschäft aber langsam wieder stabilisieren.

Einer von unzähligen unzufriedenen Blizzard-Kunden. Quelle: Twitteraccount Gmancipher

Den Aktienkurs kratzt es derzeit nicht die Bohne, allerdings könnte sich das schnell ändern, wenn das Unternehmen das nicht in den Griff bekommt. Daher behalten Sie die Newslage noch stärker im Blick als bisher.

Wird das Gap jetzt geschlossen? Quelle: stockcharts.com

Fazit

Nach den Zugewinnen in den letzten Wochen sichern Sie einen Teil Ihrer Gewinne bitte auf der 200-Tage-Linie mit einem Stop-Loss bei 47,32 US$ ab. Die Aktie hat weiteres Erholungspotenzial, vor allem muss noch ein Gap aus Ende 2018 geschlossen werden. Die Aktie könnte aber wegen der Ereignisse kurzfristig unter Druck geraten.


Übersicht Portfolios und aktuelle Kauf- und Verkaufsanträge


Offenlegung von Interessenkonflikten, Risikohinweis & Haftungsausschluss

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte gemäß Paragraph 34b WpHG i.V.m. FinAnV: Ein Interessenkonflikt besteht darin, dass die bull markets media GmbH bzw. Redakteure, Mitarbeiter, Eigentümer oder anderweitig mit der bull markets media GmbH verbundene natürliche und juristische Personen Positionen in den folgenden besprochenen Finanzinstrumenten halten und diese Positionen jederzeit weiter aufstocken oder verkaufen können: Agrios Global Holdings, Aumann AG, Media and Games Invest, Stillcanna, VSBLTY Groupe Technologies, Ynvisible Interactive. Ein erhöhtes Interesse an den besprochenen Finanzinstrumenten, steigende Kurse und eine höhere Handelsliquidität sind bei einem geplanten Verkauf von Vorteil.

Der Chefredakteur der Aktie-X betreibt privat das Wikifolio „Stock-Value Picker“ (ISIN: DE000LS9JMN4, abrufbar unter den Link wikifolio). In diesem Investment-Zertifikat werden regelmäßig Aktien und Hebelpapiere gehandelt. Es kann dabei zum Kauf und/oder Verkauf von Aktien und Hebelpapieren kommen, die in einer der Ausgaben der Aktie-X vorgestellt, besprochen und/oder bewertet wurden/werden. Wir bitten Sie, mögliche Interessenkonflikte zu berücksichtigen.

Darüber hinaus bestehen die folgenden weiteren Interessenkonflikte:

Für die Berichterstattung über die Unternehmen Cognetivity Neurosciences, StillCanna und Agrios Global Holdings Ltd. wurden Chefredakteur und Herausgeber entgeltlich entlohnt. Hierdurch besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Herausgeber und Chefredakteur halten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Aktien und Aktienoptionen von den besprochenen Unternehmen und haben eventuell die Absicht, diese – auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern bzw. Optionen auszuüben und könnten dabei insbesondere von erhöhter Handelsliquidität profitieren. 

Herausgeber und Autor führen eine geschäftliche Beziehung mit der wallstreet:online AG. Hierdurch besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt.

Bitte beachten Sie unseren vollständigen Haftungsausschluss und weitere Hinweise gemäß §34b Abs. 1 WpHG in Verbindung mit FinAnV (Deutschland) unter: http://www.aktie-x.de/121-2/

Risikohinweis: In diesem Newsletter werden ausschließlich Aktienanlagen besprochen. Aktienanlagen bergen ein hohes Verlustrisiko, welches im schlimmsten Fall den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bedeuten kann. Dies gilt insbesondere für Aktienwerte mit niedriger Marktkapitalisierung (kleiner 100 Mio. EUR), welche in diesem Newsletter ebenfalls regelmäßig besprochen werden.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei in diesem Newsletter veröffentlichten Beiträgen um journalistische Beiträge und Meinungsäußerungen, keinesfalls aber um Finanzanalysen im Sinne des deutschen Kapitalmarktrechts handelt. Das Studium dieses Newsletters ersetzt daher keine individuelle Anlageberatung. Wir raten daher ausdrücklich dazu, sich vor einem Investment in die hier vorgestellten Aktien von einem Anlage- oder Vermögensberater in Bezug auf die individuelle Angemessenheit dieses Investments beraten zu lassen. Darüber hinaus sollten Anleger auf keinen Fall ihr gesamtes Kapital auf wenige Aktien konzentrieren oder sogar einen Kredit für die Aktienanlage aufnehmen.

Haftungsausschluss: Den Artikeln, Empfehlungen, Charts und Tabellen liegen Informationen zugrunde, welche die Redakteure für verlässlich halten. Eine Garantie für die Richtigkeit kann die Redaktion jedoch leider nicht übernehmen. Jeglicher Haftungsanspruch – insbesondere für aus einer Aktienanlage entstandene Vermögensschäden – muss daher grundsätzlich abgelehnt werden.